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Ganz gleich, wer je den Begriff „Powerfrau“ erfunden hat – auf Petra Polk trifft er definitiv zu.

Die gebürtige Sächsin (im Bild links) hat ihre Berufung darin gefunden, Business- und Karrierefrauen zusammenzubringen. Und das nicht etwa halbherzig in Form loser Treffen, die dann eher zu Schwatz- und Kaffeekränzchenrunden mutieren, sondern straff organisiert.  So straff, wie auch die allermeisten Frauen, die beruflich anspruchsvolle Herausforderungen meistern (müssen), ihren Alltag organisieren.

Diese Herangehensweise von Petra Polk fand von Beginn an großen Anklang und so etablierte sich W.I.N Women in Network®– so der Name ihres Konzepts, das mittlerweile auch als Markennamen eingetragen ist – relativ schnell. W.I.N steht hier für Women in Network und der Name ist Programm: Netzwerken.

Dass Frauen im Business erfolgreicher sind, wenn sie miteinander statt gegeneinander agieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Gegenseitige Empfehlungen und Kooperationen sind nur einige der Vorteile, von denen Frauen profitieren, die sich in ein Netzwerk einbringen.

Doch was unterscheidet W.I.N Women in Network® von anderen Netzwerken für Frauen, die es in reicher Anzahl gibt?

Da sind zum einen die regelmäßigen Netzwerk-Abende in den verschiedensten Regionen Deutschlands, die allesamt einmal monatlich und stets am gleichen Tag und zu einer festgelegten Uhrzeit am Abend stattfinden (siehe Bild).

Zum anderen warten W.I.N – Veranstaltungen stets mit einem Mehrwert auf, sind unterteilt in BusinessMeetings, NetWorkMeetings und MembersMeeting. Die Frauen, die zweimal auch als Gäste eine solche Veranstaltung besuchen können, erwarten hier sowohl Vorträge als auch Workshops zu Themen, die im Berufsleben der Businessfrauen eine Rolle spielen. Sei es die Markenbildung des eigenen Unternehmens, Social Media, Smalltalk als Erfolgsfaktor beim Netzwerken, Selbstorganisation, der eigene Führungsstil und, und, und…

Dieses Konzept begeistert seit der Gründung des Netzwerkes durch Petra Polk und ihre damalige Partnerin, Marketingexpertin Algunda de Reuter, im Jahre 2010, Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen und in verschiedenen Alterskategorien. Vertreten sind sowohl Mamas als auch Frauen ohne Kinder und Omas – die weibliche, gesellschaftliche Bandbreite eben.

Aktuell gibt es W.I.N – Veranstaltungsformate in mehreren deutschen Städten und die Community hat sich längst um verschiedene Tools erweitert. So gibt es mit W.I.N Campus ein Weiterbildungsportal von Frauen für Frauen und seit 2017 bringen die W.I.Nerinnen zudem ein eigenes Magazin heraus,  „die geWINnerin“.

Unter dem Engagement von Petra Polk und ihren Kooperationspartnerinnen hat sich W.I.N auch in der Schweiz und in Österreich etabliert – die Marke gibt es zwischenzeitlich auch als Franchise-Konzept.

Nichts weniger als die Vernetzung beruflich engagierter Frauen auf der ganzen Welt hat die Gründerin des Netzwerkes im Blick und möchte in den nächsten zehn Jahren in weiteren Ländern auf der Welt mit W.I.N etabliert sein. „Grenzenlos netzwerken“ so lautet Petra Polks Vision.

Sie selbst hat sich für diese Herausforderung längst adäquate Unterstützung gesucht und die Leitung der W.I.N Community Deutschland an Claudia Girnuweit übergeben.

Denn die W.I.N-Erfinderin selbst ist neben dem Engagement für das Frauennetzwerk als Rednerin, Netzwerkexpertin und Unternehmensberaterin tätig. Hierfür ist sie nahezu die Hälfte des Jahres unterwegs – zumeist gebucht von Unternehmen, die etwas für ihre weiblichen Angestellten tun möchten.

Ihr Kernthema ist hier – wie sollte es anders sein? – in erster Linie das Networking.  Aber auch in Sachen Social Media und Gendermarketing hat sich Petra Polk einen Namen gemacht und vermittelt  ihr Know-How auf Kongressen und Wirtschaftsveranstaltungen.

Doch welchen Tipp hat die erfolgreiche Unternehmerin für Menschen, denen Netzwerken (noch) ein Graus – weil mit Small-Talk verbunden – ist? Bekanntlich tun sich selbst auch Leute, die eher extrovertiert sind, schwer, auf Business-Events mit völlig Fremden ins Gespräch zu kommen.

Damit die Präsenz am Bankett- oder Stehtisch nicht zur Hängepartie wird, rät Petra Polk, mit anderen Gästen durch ein Thema ins Gespräch zu kommen, dass aus der Situation kommt.

„Wie war Ihre Anreise?“ oder „Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen?“ sind typische Eisbrecher, die den Kontakt zum anderen eröffnen können. Auch ein nettes Lächeln oder ein Kompliment – wenn es denn ehrlich gemeint ist – tragen  dazu bei, mit anderen Gästen unverfänglich ins Gespräch zu kommen. Die Netzwerkexpertin plädiert übrigens dafür, dass Menschen, die sich auf einer Veranstaltung untereinander schon kennen, fremde Gäste unbedingt in die gemeinsame Kommunikation mit einbeziehen sollten. Ausgrenzung ist hier der völlig falsche Ansatz und guter Stil ohnehin nicht.

Nicht umsonst hat Petra Polk mit ihrer Netzwerkplattform Frauen erreicht, die ihr Motto des gemeinsamen Miteinanders teilen.

Dass diese Devise auf dem beruflichen Parkett Gold wert ist, beweisen die vielen Kooperationen und Projekte, die die Frauen der W.I.N-Community gemeinsam gestaltet haben und gestalten. Wie sie das Netzwerk für sich erleben, davon berichten Businessfrauen aus den unterschiedlichsten Branchen auf der Homepage des Netzwerkes.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch ein Teil der W.I.N Community zu sein, kann sich hier über die verschiedenen Arten, von dem Netzwerk zu profitieren, informieren.

Zudem findet in Kürze – am 21. April 2018 – der 6. Internationale W.I.N Business Kongress in Frankfurt am Main statt. Das Thema des Kongresses ist: 100 Jahre Frauenwahlrecht – Frauen gestern – Frauen heute – Frauen morgen.

Die Teilnehmerinnen erwarten fünf Vorträge von nationalen und internationalen Rednerinnen zu Themen aus Wirtschaft, Gesellschaft, Sport und Kultur. Außerdem findet die Verleihung des 1. W.I.N Adwards mit musikalischer Umrahmung statt und zahlreiche Impulsvorträge, Workshops, das WinBarCamp und das WinWorldCafe`. Petra Polk selbst führt als Moderatorin und Gastgeberin durch das Programm, das am Abend mit einer Kongressparty ausklingen wird. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Copyrights: Petra Polk / W.I.N Women in Network®

Die eigenen Liebsten für die Ewigkeit auf Fotografien festhalten – dieses Bedürfnis ist trotz einer stark durchdigitalisierten Welt ungebrochen. Es gehört einfach dazu, besondere Anlässe fotografisch so in Szene zu setzen, dass das fertige Bild ein Blickfang auf der Kommode oder der Wohnzimmerschrankwand ist.

Vor allem frischgebackene Eltern lassen es sich meist nicht nehmen, für den Nachwuchs einen Termin im Fotostudio zu vereinbaren. Das Angebot an Fotografen ist groß. Allerdings sind wenige Fotostudios so professionell und kreativ auf Neugeborene eingestellt wie Janine Fischer mit ihrem Fotostudio Memory Art.

Die Leipzigerin liebt es, wenige Tage alte Babys zu fotografieren und hat sich auch in Sachen Requisiten voll auf diese kleinen Erdenbürger eingestellt. So können die Eltern der Babys für das Neugeborenen-Shooting einen Dschungel oder einen Wald wählen. Zum Beispiel.

Mit Liebe schafft Janine Fischer eine kreative Umgebung für ihre kleinen Kunden und tut vor Ort alles, damit diese sich wohlfühlen und die Impressionen fürs Babyalbum oder den Bilderrahmen etwas ganz Besonderes werden. Dass hier viel persönliches Herzblut im Spiel ist, sieht man den Bildern an. Wir haben mit Janine Fischer (im Bild) über ihre außergewöhnliche Arbeit gesprochen.

FB: Janine, in Deinem eigenen Foto-Atelier bist Du mit Fotoshootings gut beschäftigt. Am meisten haben es Dir Neugeborene angetan, wie kam es dazu?

Das hat sich mit der Zeit heraus kristallisiert. Die Arbeit mit den Mini`s hat mir einfach am meisten Spaß gemacht und ich liebe es, kreativ zu arbeiten und mich ständig neu zu erfinden. Und es mag vielleicht seltsam klingen, aber es sind die unkompliziertesten „Kunden“. Denn bei schlechter Tagesform macht man einfach einen neuen Termin, böse kann man den kleinen Mäusen ja nicht sein.

FB: In Sachen Deko, Requisiten und Kulissen bist Du immens kreativ und dekorierst auch schon mal einen Dschungel. Woher nimmst Du Deine Ideen und welche Kulisse ist eigentlich am meisten gefragt?

Wenn es die Zeit erlaubt, bastle ich gern selbst an neuen Accessoires. Ich lege sehr viel Wert auf Individualität. Aber das Meiste lasse ich speziell anfertigen, wie die Requisiten aus Holz, gefilzte und gestrickte Sachen usw. Und manchmal wird auch die ganze Familie mit eingespannt. Mein Studio ist ganz auf die Baby –und Kinderfotografie orientiert. Die Größe erlaubt es mir, aufwendige Kulissen zu kreieren, wie z.B. einen Wald, Strand oder aktuell einen Dschungel. Die Ideen dazu entstehen ständig neu und naturelle sowie tierische Kulissen kommen bei allen gut an.

FB: Wie läuft so eine Gestaltung ab – von der Idee bis zur Umsetzung? Und: wie lange arbeitest Du an einem so außergewöhnlichen Hintergrund?

Nun, zunächst muss ich mir Gedanken über den Hintergrund machen, ihn selbst gestalten oder als Leinwand bestellen. Dann arbeite ich mich schrittweise voran, mit allen möglichen Requisiten die dazu passen könnten und arbeite sie babygerecht ein, so dass am Ende das Ganze in einer 3D-Optik erscheint. Die Dauer bis zur Fertigstellung ist sehr unterschiedlich und hängt vom Aufwand ab. Aber eigentlich wird man nie wirklich fertig, weil ständig neue Ideen dazu kommen und ich immer irgendetwas verändere.

FB: Bei so viel geballter Kreativität und Freude an Deinem Beruf: wie kamst Du zur Fotografie?

Die Fotografie war anfangs nur ein großes Hobby. Mein Ziel war damals ein Studium zur Zahnmedizin. Aber nach der Uni fand ich gar keinen Gefallen mehr daran, wollte aber auch nicht noch länger die Schulbank drücken. Also besuchte ich Workshops, machte ein Fernstudium usw. Und vor gut 10 Jahren eröffnete ich dann mein eigenes Studio. Ich denke, es ist nicht wichtig, wie man zu seinem Job gekommen ist, vielmehr, mit wieviel Herzblut man etwas betreibt – wie bei allem im Leben.

FB: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Typisch gibt es bei mir nicht, das ist ja gerade das Schöne. Aber prinzipiell folgt den Shootings die Bildbearbeitung, die dann ja eigentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als das Shooting selbst.

FB: Wann ist für frischgebackene Eltern die beste Zeit, mit ihrem neugeborenen Kind zu einem Fotoshooting zu kommen? Und was gibt es dabei zu beachten?

Die ersten 10 Tage eignen sich am besten für ein Neugeborenen-Shooting. Da schlafen die Kleinen noch sehr viel bzw. verschlafen im Idealfall das Ganze. Und je jünger, um so besser lassen sie sich in allen möglichen Posen und Accessoires in Szene setzen. Zu beachten gibt es nichts weiter. Nur, dass man für „Flaschenbabys“ etwas mehr Proviant einpacken sollte. Hier braucht es manchmal ein Schlückchen mehr für zwischendurch. Und reichlich Zeit ist mitzubringen. Ich plane auch sehr großzügig, damit so ein Shooting auch entspannt ablaufen kann. Das ist mir sehr wichtig.

FB: Der Frühling steht vor der Tür. Was liegt dahingehend bei Dir an?

Nun, ab Mai beginnt für mich die Hochzeitssaison. Ein Genre, dass ich neben der Baby –und Schwangerschaftsfotografie auch bediene. Da bin ich bis September sehr oft an den Wochenenden dahingehend unterwegs. Aber für meine kleinen Mäuse finde ich dennoch immer Zeit. Da stelle ich vieles hinten an. Und wenn man dann mit einem so dankbarem Lachen wie das der glücklichen Eltern belohnt wird, ist das alle Mühe wert.

Bildnachweis: Fotostudio Memory Art

Mama-Blogs im Internet gibt es viele, ebenso wie Model-Blogs. Ein Online-Magazin, das beide Themen verbindet, betreibt die einstige Mrs. Germany Elischeba Wilde im Netz – und das schon geraume Zeit!

Das ehemalige Model begeistert ihre Leserschar vor allem mit Impressionen und Geschichten aus ihrem Familienalltag. Dabei kommt ein gewisser Lifestyle nicht zu kurz und das soll auch so sein.

Denn Elischeba Wildes Leserinnen sind zum Großteil Mamas, die Wert auf Mode und die schönen Dinge im Leben legen. Das kommt an und die schreibbegeisterte Zweifach-Mama hat sich auf diese Art einen festen Platz in der bunten Social-Media-Welt erobert. Uns stand sie im Interview Rede und Antwort.

FB:  Frau Wilde, mit Ihrem Blog „Model und Mama“ betreiben Sie ein Online-Medium, das sich schon von anderen Magazinen abhebt. Meist kennt man „Nur-Mama“-Blogs oder „Nur-Model“-Blogs. Wie kamen Sie auf die Idee, beides zu verbinden?

Die Idee mit dem Namen hatte mein Webmaster.  Im Jahr 2011 hatte ich bereits seit zwei Jahren einen Beauty- und einen Reiseblog.  Als ich mit dem ersten Kind schwanger war, brannte in mir das Feuer, darüber zu schreiben.  Ich wollte meine Erfahrungen von Anfang an mit anderen werdenden Eltern teilen. Es gab damals noch nicht so viele Mamablogs wie heute. Da ich bis dahin hauptberuflich als Model und Moderatorin tätig war, passte der Name super. Fotografen hatten Spaß an Babybauchfotos und Umstandsmode.

FB: Vielen sind Sie als Mrs. Germany 2009 bekannt – hat Ihnen dieser Bekanntheitsgrad den Einstieg in die Blogosphäre der Mamas und Familien erleichtert?

Ja, der Titel hat mir viele Türen geöffnet. Zum Beispiel gab es die ersten Jahre regelmäßig TV Reportagen über mein Leben als Schönheitskönigin. Viele Zuschauer haben meinen Namen gegoogelt. Und sind dann auf meinen Blogs mit Beauty- und Reisetipps gelandet. Einige Leser folgen mir nun schon fast seit zehn Jahren – darüber freue ich mich sehr.

FB: Haben Sie immer schon eine Affinität zum Schreiben oder war es ein Quereinstieg?

Ja, total! Ich habe bereits als Kind für meinen sieben Jahre jüngeren Bruder Zeitschriften gebastelt. Dafür habe ich eine Geschichte erfunden und sie niedergeschrieben. Und dazu die passenden Bilder gemalt. Ich weiß noch, wie ich mir dabei überlegt habe, dass Kinderbücher erstellen ein Traumjob ist.

FB: Auf Ihrem Blog schreiben Sie über Ihren Alltag als Mama zweier Kinder und das Familienleben. Welche Rolle spielt das Modeln noch in Ihrem Leben? 

Meine Modeltätigkeit hat sich verlagert. Habe ich früher meist für Modemagazine und Werbefirmen gearbeitet, so stehe ich nun vermehrt für meine Blogs vor der Kamera. Außerdem moderiere ich die Videos von meinem Youtube Kanal ElischebaTV.

FB: Inwiefern unterscheidet sich Ihre Leserschaft von der Zielgruppe der Blogs der ganz normalen Mamas – ohne Model-Hintergrund?

Zu meinen Lesern zählt der Typ Frau, der nach der Geburt seiner Kinder die Lust auf Mode und schöne Dinge behalten hat. Mütter, welche die Einstellung haben, dass sie ihrer Familie guttun, wenn sie auch auf sich selbst achten. Weil glückliche Mamis oft zufriedene Kinder haben.

FB: Womit begeistern Sie Ihre Leser am meisten?

Mit Artikeln aus unserem chaotischen Alltag. Die meine Schwachstellen und mein Gefühlsleben zeigen. Das sind die beliebtesten Artikel. Denn hinter meinen Modelfotos steckt eine Mutter, die alles andere als perfekt ist. Mir fällt es schwer, konsequent zu sein und ich stolpere regelmäßig über unaufgeräumte Spielsachen. Manchmal bin ich zu faul frisch zu kochen und greife zu Fischstäbchen oder Tiefkühlpizza. Ungesundes schmeckt meinen Kindern eh besser.

FB: Wie entstehen die Bilder auf Ihrem Blog? Per spontaner Aufnahme oder durch professionelle Shootings?

Einige entstehen spontan. Aber hinter vielen Fotos steckt eine Menge Arbeit. Kürzlich habe ich mit meinem Sohn Dinosaurier zum Zusammenbauen fotografiert. Dafür brauchte ich schönes Licht und habe gewartet bis die Sonne in unsere Wohnung scheint.   Außerdem sind Hunderte von Bildern entstanden. Ich habe aus verschiedenen Perspektiven fotografiert. Für den Artikel nehme ich nachher nur wenige.

FB: Im Internet sind bekanntlich viele Neider und Hater unterwegs. Haben Sie damit schon Erfahrung gemacht? Und wenn ja, wie gehen Sie damit um?

Kürzlich habe ich durch Zufall in einem Elternforum eine Diskussion über meinen Blog entdeckt. Die Mütter fanden es nicht gut, dass man darauf meine Kinder erkennt. Eine hat folgendes gepostet: „Was wollt ihr von einer Frau erwarten, die ihren Blog „Model und Mama“nennt?“ Und hatte rasch über 100 Likes für ihren Kommentar erhalten. Mit solchen Dingen muss man leben, wenn man einen öffentlichen Blog hat. Das positive Feedback überwiegt. Und die Kumpels von meinem Sohn finden meine Reisevideos cool. Ein Kind, das vorher noch nie im Urlaub war, durfte uns sogar bei einer Pressereise begleiten. Seine Mutter hat viel Lob für die Filmaufnahmen erhalten.

FB: Wie sieht ein ganz normaler Tag bei Ihnen aus?  

Heute ist ein normaler Tag. Ich sitze bis 12 Uhr in meinem Büro. Dann hole ich die Kinder ab. Während ich etwas zum Essen mache, gucken sie „Bob der Baumeister“ oder „Yakari“.  Heute Nachmittag kommt der beste Freund von meinem Sohn. Während die Kids zusammen spielen, schau ich regelmäßig drüber und bringe Apfelstückchen. Außerdem mache ich die Wäsche und räume die Küche auf. Heute Abend essen wir als Familie und danach stürzen sich die Kinder auf ihren Papa. Nach der Diskussion, wie wichtig Zähne putzen ist, landen die zwei meist später im Bett als wir planen.

FB: Worauf kann sich Ihre Leserschaft in der nächsten Zeit freuen, gibt es spannende Projekte, die in Planung sind?

Es gibt einige Gewinnspiele (Spielzeug und Mode). Außerdem schreibe ich über die Vorbereitung für die Schulzeit vom Mini Chef. Und darüber, wie ich mich fühle, wenn mein Sohn im Juli 2018 das letzte Mal die Tür im Kindergarten schließt. Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Ich plane nur wenige Artikel – der Alltag bringt mich auf Ideen. Mal schauen was das Leben bringt.

Zum Blog von Elischeba Wilde geht es hier 

Bildnachweis / Copyright: Elischeba Wilde

Frau im Kostün

Potentielle Kunden auf ein Produkt aufmerksam zu machen oder über eine Dienstleistung zu informieren – das ist für viele Firmen ohne die sozialen Netzwerke im Internet kaum mehr denkbar. Seit Facebook & Co. in Deutschland vertreten sind, nutzen längst nicht nur private Nutzer diese Kanäle.

Vor allem für kommerzielle Anbieter sind sie eine gute Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen und mit der Kundschaft unkompliziert zu kommunizieren.

Allerdings ist es nicht damit getan, einen Account anzulegen und drauf los zu posten. Professionelles Social Media nimmt viel Zeit in Anspruch und will gekonnt sein.

Viele Unternehmer setzen deshalb auf Social Media Beratung. Hier kommen dann Menschen, wie Sabine Arndt-Ellerhold (im Bild) ins Spiel, die Firmen bei dieser speziellen Öffentlichkeitsarbeit begleiten und für ihre Kunden digital auf Facebook & Co. aktiv werden.

Social-Media kann kaum von der Sekretärin betreut werden

Wie konkret das aussieht und warum ein guter Social Media-Kanal nicht mal eben von der Sekretärin nebenbei betreut werden kann – darüber haben wir mit Frau Arndt-Ellerhold gesprochen.

FB: Sie haben sich mit Ihrer Agentur „wortsinnig“ auf Social Media spezialisiert – wie sind Sie dazu gekommen?

Schon als Angestellte in Marketing-Abteilungen verschiedener Unternehmen war ich für den Bereich Social Media zuständig. Dieser hat mich schon immer interessiert und besonders Spaß gemacht. Die sozialen Netzwerke, besonders Facebook, sind quasi mein zweites Wohnzimmer. Zu Beginn meiner Selbstständigkeit 2015 war ich dennoch zunächst etwas breiter aufgestellt und habe neben Social Media auch andere Online Marketing Bereiche, die Erstellung von SEO-Texten und Lektorat angeboten.

Mit der Zeit lernte ich, dass es besser ist, sich zu spezialisieren. Zum einen, weil ich mit einem geschärften Profil, also der richtigen Positionierung, genau die Kunden anziehe, mit denen ich arbeiten möchte. Zum anderen, weil es unglaubwürdig ist, wenn ich als Einzelunternehmerin behaupte, alles alleine zu können.

Arbeit mit Netzwerkpartnern ist wichtig

Wenn ein Kunde einen Bereich anfragt, der nicht zu meiner Spezialisierung zählt, arbeite ich nun mit Netzwerkpartnerinnen zusammen.

FB: Worin besteht das Potenzial von Facebook & Co?

Man kann ja mittels sozialer Netzwerke verschiedene Ziele erreichen: die Bekanntheit steigern, neue Kundengruppen erschließen und Kundenbeziehungen pflegen beispielsweise. Bestehende Kunden kann man an sich binden, indem man auf dem Kanal informative, lustige, spannende, hinter die Kulissen blickende Beiträge veröffentlicht, ab und zu eine Verkaufsaktion ankündigt, besondere Events, Rabattaktionen u.v.m. Wichtig ist immer, dass es für den Fan einen Mehrwert haben muss, ausgerechnet dieser Seite/diesem Kanal zu folgen.

Gleichzeitig besteht so die Möglichkeit, die Fanbasis zu erweitern, weil die bestehenden Kunden natürlich eine Referenz sind. Wenn jemand z. B. etwas auf Facebook kommentiert, teilt und mit „Gefällt-mir“ markiert, sehen das seine Freunde. So bekommt das Unternehmen auch Aufmerksamkeit eines erweiterten Personenkreises. Wenn die Facebook-Seite interessant genug ist, ist es leicht, auch von diesen Personen ein „Gefällt-mir“ zu bekommen. So wächst die Community und die Reichweite (auch wenn das mit der Reichweite für Seiten seit Januar 2018 schwieriger geworden ist, aber das ist ein anderes Thema).

Jedoch darf ein Unternehmen sich nicht zu abhängig von den sozialen Netzwerken machen. Das Worst-Case-Szenario wäre ja, dass Herr Zuckerberg irgendwann entscheidet, Facebook oder YouTube zu schließen oder für eine Facebook-Seite Geld zu verlangen. Ziel sollte daher immer sein, Kontrolle über die Kontakte zu bekommen und zu behalten! Zum Beispiel, indem man sie auf die eigene Homepage lotst und sie sich dort in einen Newsletter eintragen lässt. Der Aufbau einer Email-Liste ist m. E. essenziell.

Social Media dient nicht dem reinen Verkaufen

Ganz wichtig ist es, sich klarzumachen, dass Social Media nicht in erster Linie dem reinen Verkaufen dient. Sondern man baut hier eine Beziehung zum (potenziellen) Kunden auf, der Kunde kann das Unternehmen und die Menschen dahinter kennenlernen. Die User wollen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Firmen können sich nahbar und menschlich zeigen. Verkaufen geschieht nicht auf Facebook, sondern auf anderen Wegen, also über die Homepage oder einen Shop. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man auch auf Facebook verkaufen kann, ohne zuvor eine Fanbasis aufgebaut zu haben. Aber das funktioniert sicher nicht mit jedem Produkt und nicht für jede Art von Unternehmen.

Ergänzend zu den Inhalten, die ein Unternehmen regelmäßig auf den diversen Kanälen veröffentlicht, kann es gezielt Werbeanzeigen (z. B. Facebook Ads) schalten. Hier kann man wieder verschiedene Ziele erreichen: Mehr „Gefällt-mir“ Angaben für die Seite, mehr Reichweite für einen bestimmten Beitrag, oder die User auf die eigene Internetseite lotsen, um sie dort eine bestimmte Handlung ausführen zu lassen. Das letztgenannte Ziel ist das von mir favorisierte, denn es ist das einzige Ziel, das einen finanziell messbaren Erfolg mit sich bringt.

FB: Wie steht es um das Bewusstsein, dass Facebook & Co. für Marketing und PR vorteilhaft sein können – ist es im Mittelstand ausgeprägt oder eher (noch) nicht?

Da gibt es eine große Bandbreite. Es gibt Firmen, die das Potenzial schon erkannt haben, in den sozialen Netzwerken präsent sind und sich auch sehr gut vermarkten. Dann gibt es solche, die zwar z. B. auf Facebook sind und/oder einen YouTube-Kanal betreiben, deren Aktivitäten dort aber ungeplant und unsystematisch wirken. Und dann gibt es die, die noch nirgendwo zu finden sind.

Viele Unternehmen mit veraltetem Internet-Auftritt

Meistens sind dies auch Unternehmen, deren Internet-Auftritt sehr veraltet ist. Da ist dann noch viel Erklärungs- und Aufholbedarf.

Eine weitere Gruppe sind Firmen, die es schon einmal auf Facebook versucht haben und mit den Ergebnissen nicht zufrieden waren. Eine Aussage, die ich häufig höre, ist: „Wir haben mal eine Anzeige geschaltet, aber das hat gar nicht funktioniert, da waren Fakes im Spiel, plötzlich hatten wir ganz viele Likes aus dem Ausland.“ Oder: “Obwohl wir uns sehr viel Mühe gegeben haben, war die Reichweite sehr gering und es hat nichts gebracht, außer viel Arbeit. Deshalb haben wir wieder aufgehört.“

Solche Fälle sind sehr schade, denn diese Firmen sind einfach nicht gut beraten und begleitet worden. Mit einer guten Beratung gleich zu Beginn hätten sich diese Fehlentwicklungen vermeiden lassen.

FB: Wo setze ich als Inhaberin oder Inhaber eines mittelständischen Unternehmens an, wenn ich mich dem Social Media-Bereich widmen will?

Das kommt sehr auf das Produkt bzw. die Dienstleistung an. Man muss zuallererst analysieren, wo genau im Netz sich die Zielgruppe aufhält. Wenn man ein Produkt für Teenager anbietet, ist Facebook schon wieder out, da wäre Instagram oder YouTube die bessere Wahl. Aber die Generation 40+ ist sehr stark auf Facebook vertreten und auch aktiv.

Es gibt im B2B Bereich auch Branchen, in denen Social Media gar nicht funktioniert, z. B. bei sehr erklärungsbedürftigen, technischen Produkten. Eine genaue Analyse der Zielgruppe und der Ziele muss daher immer am Anfang stehen, und da sollte sich das Unternehmen auch Expertise von außen holen, wenn intern kein Know-how vorhanden ist.

Arbeitsaufwand für Social-Media nicht unterschätzen

Dann sollte das Unternehmen für die Betreuung der Kanäle eine eigene Stelle schaffen – denn der Arbeitsaufwand ist nicht zu unterschätzen. Das Erstellen von Beiträgen und das Community Management können sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn der Kanal lebendig sein soll und man es gut machen möchte. Bleibt z. B. eine Frage tagelang unbeantwortet, leidet das Image.

Bevor man also mit Social Media loslegt, sollte unbedingt geklärt sein, wessen Aufgabe dies ist. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass die Sekretärin das mal eben so nebenbei machen kann.

Wenn es in der Belegschaft niemanden gibt, der sich mit Social Media Marketing auskennt, sollte jemand eingestellt oder ein Freelancer bzw. eine Agentur beauftragt werden. Gerade bei Social Media ist es aber nicht ratsam, alles komplett auszulagern. Denn: Durch Social Media wird ja nicht in erster Linie ein Produkt verkauft, sondern es wird eine Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden/Interessenten aufgebaut. In jedem Beitrag sollte daher der Anspruch stecken, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. Dabei muss man authentisch sein – und je weiter jemand vom Unternehmen entfernt ist, umso schwieriger wird es, diesem Anspruch gerecht zu werden. Daher rate ich jedem Unternehmen, auch intern Know-how aufzubauen, wenn dieses nicht von Anfang an vorhanden ist. Z. B. durch Mitarbeiterfortbildungen.

FB: In welcher Phase kommen Ihre Kunden auf Sie zu? Bevor sie in sozialen Netzwerken selbst aktiv werden oder währenddessen?

Sowohl, als auch. Ich habe Kunden, die schon aktiv sind und die merken, dass sie es alleine nicht mehr schaffen. An dieser Stelle werde ich dann als Freelancerin beauftragt, um das Management der Kanäle zu übernehmen oder um beim Community Management auszuhelfen. Gut ist in diesem Fall, dass ich mit einem frischen Blick herangehen kann. Dabei ist eine sehr enge Absprache mit den Verantwortlichen notwendig. Die Kommunikation muss ja einheitlich und es muss eine klare Linie erkennbar sein.

Kunden haben unterschiedliche Bedürfnisse

Dann ist es gut, wenn man vorher Kommunikationsrichtlinien ausgearbeitet hat. Wichtig ist auch die Rückkopplung zu Fachabteilungen, wenn über Social Media schwierige oder heikle Fragen (z. B. zu einem Produkt oder zu Zahlungsvorgängen) hereinkommen.

Zum anderen gibt es Kunden, die den Wunsch haben, eine Facebook-Seite oder einen Instagram Kanal aufzubauen, und die sich von Anfang an Beratung holen. Hier gehe ich dann so vor, wie bei zuvor beschrieben. Wichtig ist, eine Strategie, die Inhalte und die Häufigkeit der Beiträge festzulegen, also einen Redaktionsplan zu erstellen.

Gern gebucht wird auch mein Facebook-Basic Inhouse-Workshop, in dem die Teilnehmer alle Grundlagen lernen, die sie benötigen, um Facebook sicher zu bedienen. Sie lernen, wie der Algorithmus arbeitet, welche Art von Inhalten und welche Häufigkeit zu empfehlen ist, wie sie richtig mit der Community interagieren, wie sie die Fanbasis ausbauen und die Reichweite steigern können, und natürlich erkläre ich auch die Bedienweise von Facebook, denn so manche schlaue und praktische Funktion ist gar nicht so einfach zu finden.

FB: Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie sich selbstständig gemacht haben?

Aus zwei Gründen:

  1. Um die Vorstellung von einer erfüllenden Arbeit, bei der ich – auch finanziell – wertgeschätzt werde, umsetzen zu können.
  2. Um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können.

2014 wurde ich, nach mehreren Jahren in diversen Teilzeittätigkeiten von 20-25 Stunden Wochenumfang, überraschend arbeitslos. Mein Sohn war damals 9 Jahre alt und im 4. Schuljahr. Natürlich war er vormittags in der Schule und ich hätte arbeiten gehen können – aber eben weiterhin nur maximal 25 Stunden.

Da unser Sohn aus verschiedenen Gründen nicht auf eine Ganztagsschule geht, kommt er gegen 13:45 Uhr nach Hause. Für mich gehört es dann dazu, dass ich frisches Essen zubereite und wir gemeinsam zu Mittag essen. Anschließend beaufsichtige und unterstütze ich ihn bei seinen täglichen Hausaufgaben und lerne mit ihm für anstehende Klassenarbeiten.

Sohn früh zur Selbständigkeit erzogen

Natürlich sind auch manchmal Dinge zu erledigen wie Arztbesuche, Fahrten zu Trainingsterminen und Ähnliches (obwohl wir unseren Sohn schon früh zur Selbstständigkeit erzogen haben, und er Wege alleine zu Fuß oder mit ÖPNV zurücklegt, ist das manchmal nötig).

Hinzu kommt, dass er relativ häufig krank war und immer noch ist, und mal 2-3 Tage am Stück, und manchmal leider auch eine ganze Woche, krank zu Hause bleiben musste.

Alle Jobangebote, die ich zu der Zeit gefunden habe, entsprachen nicht meinen Vorstellungen von einer erfüllenden Arbeit. Wenn man von vorneherein angibt, nur 25 Stunden arbeiten zu können, werden einem keine spannenden, verantwortungsvollen, gut bezahlten Tätigkeiten angeboten. Sondern man ist immer „nur“ die Assistentin – ohne eigene Projekte, ohne Verantwortung und auch nur mit einem „Assistentinnen-Gehalt“. Die interessanten Stellen sind IMMER Vollzeitstellen. Aber diese konnte und wollte ich aus den o. g. Gründen nicht annehmen.

Außerdem hätte ich einen sehr verständnisvollen Chef gebraucht, für die vielen Kranktage meines Sohnes. Ich wusste, ich kann mehr, als Teilzeit-Assistentin zu sein, und ich verdiene es auch, mehr zu verdienen!

Deshalb habe ich mich letztendlich, auch durch Überzeugungsarbeit einer guten Freundin, die diesen Schritt acht Jahre vorher gegangen war, selbstständig gemacht. Als meine eigene Chefin kann ich mir die Zeit frei einteilen und Projekte annehmen, die ich spannend finde und die zu mir passen. Natürlich arbeite ich vormittags am konzentriertesten, denn da habe ich ja 5 Stunden am Stück Zeit. Kundentermine versuche ich stets in den Vormittag zu legen. Aber wenn einmal schönes Wetter ist, habe ich eben auch die Freiheit zu sagen, heute gönne ich mir einen freien Vormittag, gehe mit einer Freundin in ein Café oder drehe eine Laufrunde im Wald mit dem Hund. Und dann arbeite ich einfach abends noch einmal ein paar Stunden.

Ein ganz klarer Vorteil ist auch, dass ich immer zu Hause bin, wenn mein Sohn wieder einmal krank ist. Dass ich das ohne schlechtes Gewissen, und ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, tun kann, ist einfach unbezahlbar!

FB: Wie schaffen Sie für sich eine gute Work-Life-Balance?

Ich habe von Anfang an gesagt, ich möchte nicht „selbst“ und „ständig“ arbeiten. Daher nehme ich nie mehr Projekte an, als ich wirklich ohne Stress stemmen kann. Ich möchte nie in die Situation kommen, dass ich bis spät in die Nacht arbeiten muss, ständig unter Strom stehe und nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht. Natürlich habe ich auch mal ein Projekt mit einer knappen Deadline und arbeite einen Abend bis Mitternacht. Aber das ist die Ausnahme.

Um ausgeglichen zu bleiben, plane ich meine Freizeit sehr bewusst. Ich verbringe sie gerne mit Laufen, Volleyballspielen, Wandern, Saunabesuchen, Kinoabenden oder Konzertbesuchen. Mindestens zweimal in der Woche einen solchen Termin für mich zu haben ist mir wichtig. Mein Mann und ich planen auch regelmäßig kinderfreie Abende ein. Zum Glück ist das inzwischen ja sogar ohne Babysitter möglich.

Ich versuche außerdem, alle Arbeit während der Werktage zu erledigen und mir die Wochenenden wirklich freizuhalten, für meine Familie und meine Hobbys.

Außerdem nehme ich keine Arbeit mit in den Urlaub, da bleibt das Handy dann auch mal eine Woche aus. Ich schalte dann wirklich ab, und es gibt nur Familie und Erholung. Am liebsten in den Bergen!

Infos zu den Leistungen Sabine Arndt-Ellerhold finden Sie auf wortsinnig.de

Bildnachweis: Sabine Arndt-Ellerhold

Blogs für Yachten, Blogs für superedle Herrenkleidung, Blogs für den Mann von Welt – an Angeboten für Männer mangelt es im Netz nicht. Richteten sich zu Beginn des Internetzeitalters die meisten Angebote im Netz eher an Frauen, wird mittlerweile auch die männliche Zielgruppe sehr gut bedient.

Allerdings ähneln sich viele Blogmagazine für Männer sehr und sprechen oft nur die gutsituierten „Herren der Schöpfung“ an.

Nicht so das Magazin EXIMUM.de. Gegründet von Thilo Heffen, der sich als ganz normaler Typ von nebenan sieht, bietet das Online-Magazin für IHN einen Themenmix an, mit dem sich der ganz normale Mann identifizieren kann.

Diese Ausrichtung verfehlt seine Wirkung nicht – das Magazin erfreut sich einer steigenden Leserschar.

Mittlerweile arbeitet  Gründer Heffen, der schon in der Kindheit eine Faszination für das Schreiben hatte, daran, sein Magazin auch offline – als Printausgabe – herauszubringen.

Dem nicht genug, schreibt der umtriebige Blogger, der aus dem anfänglichen Bloggen für sein persönliches Umfeld ein professionelles Business gemacht hat, an seinem ersten Buch. Wir haben mit Thilo Heffen über sein Magazin und die Leidenschaft für`s Schreiben gesprochen. Herausgekommen ist ein spannender Einblick in die digitale Männerwelt.

FB: Herr Heffen, Sie arbeiteten im Hauptberuf in führender Position im Frachtbereich des Frankfurter Flughafens und danach als Niederlassungsleiter eines englischen Industriekonzerns – wie kommt man(n) da aufs bloggen?

TH: Das Bloggen sollte eigentlich einen Ausgleich zu meinem stressigen Berufsleben darstellen. Ich habe schon immer gerne geschrieben. Irgendwo muss es da auch noch eine Schachtel mit angefangenen Kurzgeschichten und so geben, wahrscheinlich bei meinen Eltern im Keller. Höhepunkt meiner recht kurzen literarischen Karriere, wenn man das so nennen will, war 1996 die Veröffentlichung einer Kurzgeschichte in einer Sammlung zeitgenössischer Stücke, Gedichte, Geschichten und so weiter eines Münchner Verlags.

Ich hatte den Aufruf zur Einsendung der eigenen Werke dazu gesehen und innerhalb zwei Nächten die wahrscheinlich schlechteste Kurzgeschichte der Welt produziert (lacht). Also lag es nahe,  dass ich mir die Schreiberei als ruhenden Pol aussuchen würde. Und im 21. Jahrhundert bietet das bloggen dafür noch seinen eigenen, speziellen Anreiz.

FB: Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für`s Schreiben entdeckt?

TH: Das war von klein auf schon so. Ich habe immer viel gelesen, ich denke dass es damit zusammenhängt. Ich war einfach fasziniert wie manche Autoren es schafften, nur mit ihren geschrieben Worten bei mir im Kopf diese Bildwelten entstehen zu lassen. Das wollte ich auch einmal können. Ich erzähle auch unheimlich gerne Geschichten und liebe es wenn mir Menschen begeistert zuhören.

FB: Wie vollzog sich der Schritt vom Gedanken, einen eigenen Blog zu starten, bis hin zur realistischen Umsetzung Ihres Magazins EXIMUM.de?

TH: Der Blog sollte am Anfang eigentlich genau das sein: Ein Blog! Nichts weiter. Ein bisschen harmloses Schreiben. Ich hatte erwartet dass ihn vielleicht meine Frau liest, ein paar Freunde und vielleicht meine Mutter. Deshalb war die anfängliche Umsetzung recht einfach.

Allerdings habe ich sehr schnell Geschmack an den ganzen Möglichkeiten eines Blogs gefunden, verschiedene Themes und Plugins ausprobiert, bis dann nach ca. 2 Monaten EXIMUM in seiner jetzigen Form entstand. Die steigenden Besucher- und Zugriffszahlen motivierten mich natürlich auch und haben mir gezeigt, dass ich nicht so falsch lag.

FB: Der Zusatz-Titel Ihres Blogmagazins lautet: „Schokolade fürs Gehirn“. Wie sind Sie darauf gekommen, hat das eine besondere Bewandtnis?

TH (lacht): Ja, das ist eine gute Frage. Ich war auf der Suche nach einem Slogan der kurz und knackig daher kommt und vielleicht ein bisschen ungewöhnlich ist.

“Schokolade fürs Gehirn” kam mir letztendlich in den Kopf weil Schokolade lecker ist, ich sie liebe und sie beim Essen Spaß macht. Mein Ziel mit EXIMUM ist es, Inhalte zu produzieren, die beim Lesen für das Gehirn genauso lecker sind wie Schokolade für die Geschmacksnerven, wenn Sie verstehen was ich meine.

FB: Im Gegensatz zu anderen Bloggern können Sie mit einem kleinen Team aufwarten. Wie haben Sie dieses zusammengestellt und wer bringt sich wie ein?

TH: Thomas Wester und Jannik Jauer von www.trekkinglife.de habe ich über Facebook kennen gelernt. Der Schreibstil der Beiden auf ihrem eigenen Blog hat mir sehr gut gefallen, also habe ich sie einfach gefragt ob sie EXIMUM gerne unterstützen wollen. Die Beiden kümmern sich jetzt neben ihren eigenen Projekten um den Bereich Outdoor/Abenteuer.

Bei Christian Allner von www.schrift-architekt.de habe ich eine Weiterbildung belegt. Wir kamen ins Gespräch und er fand EXIMUM klasse. Jetzt unterstützt er durch Artikel und seine Expertise im technischen sowie im Marketingbereich.

Ich hoffe natürlich noch weitere talentierte Leute zu finden die von EXIMUM genauso begeistert sind wie wir, und die Lust haben, die Webseite und die anderen geplanten Projekte voran zu treiben.

FB: Die Themen Ihres Blogs richten sich an männliche Leser. Für diese Zielgruppe gibt es mehr und mehr  Angebote im Netz – womit hebt sich Ihr Magazin von anderen Blogformaten im Internet ab?

TH: Der überwiegende Teil der Männerblogs ist thematisch in Nischen angesiedelt: Papablogs, Gentlemenblogs, Blogs für Autoliebhaber, Blogs für dieses und jenes, Blogs für sibirische Hamsterzucht von April bis Juni in ungeraden Jahren.

EXIMUM hingegen ist weit weg von irgendwelchen Nischen.

Wir schreiben über alle möglichen Themen. Sie müssen nur interessant sein und uns auch selbst gefallen. Das können Sie schon anhand der Headlines erkennen. Hier nur mal drei Beispiele: “Die härtesten Sportarten: Calcio Storico”, “So steigen Sie ins Darknet ein” und “Hat Wasser ein Gedächtnis?” Wie gesagt, wir sind nicht unbedingt in engmaschige Kategorien einzuordnen.

Wir unterscheiden uns auch dahingehend, dass wir nicht über Dinge berichten und Produkte vorstellen, die außerhalb der Möglichkeiten unserer Leser liegen. Die Sachen, Veranstaltungen und Produkte, die Sie auf EXIMUM finden, sind für den Leser erleb- und bezahlbar.

EXIMUM richtet sich nicht an den Gentleman, den Playboy oder Männer, die maßgeschneiderte Schuhe und Anzüge tragen. EXIMUM richtet sich an den Durchschnittsmann, den „so-wie-ich“-Typen.

Wenn Sie Berichte über millionenschwere Yachten, Golfclubs oder super teure Autos suchen, dann müssen Sie sich auf anderen Blogs umschauen!

FB: Wie gehen Sie an die Themenfindung heran?

TH: Ich halte Augen und Ohren offen! Natürlich surfe ich viel im Internet, auf den verschiedenen Plattformen, und da fallen mir oft Dinge ins Auge die ich interessant finde.

Mittlerweile werde ich aber auch schon von Lesern angeschrieben, die mich auf bestimmte Themen hinweisen.

Aber es reicht auch schon ein Espresso in einem Café, um etwas aufzuschnappen oder zu sehen von dem man weiß, dass es als Artikel interessant sein könnte.

Wichtig ist, finde ich, dass man sehenden Auges durch die Welt läuft und dabei mal die eigene Klappe hält. Dann wird man auf genügend interessante Geschichten stoßen.

FB: Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seit Sie ein eigenes Online-Magazin betreiben?

TH: Ich lerne jetzt viel mehr aus den verschiedensten Bereichen des Lebens. Während ich früher im Arbeitsleben spezialisiert war und überwiegend mit Menschen zu tun hatte, die genauso spezialisiert waren wie ich, habe ich heute mit den verschiedensten Leuten aus den unterschiedlichsten Branchen zu tun. Dabei lerne ich ständig neue Dinge kennen.

Ich netzwerke auch in Bereiche hinein, mit denen ich vorher logischerweise überhaupt keine Berührungspunkte hatte.

Dadurch lerne ich noch mehr, knüpfe weitere Kontakte und eröffne mir noch mehr Themenfelder. Man kann schon sagen dass mein Leben beruflich um einiges bunter geworden ist.

Privat bin ich viel ausgeglichener. Ich mache jetzt etwas das mir sehr viel Spaß macht und das mir liegt. Die Entscheidung mich Vollzeit auf EXIMUM zu konzentrieren und meine eigenen Pläne und Projekte voranzutreiben habe ich bisher noch nicht bereut.

FB: Wie sieht ein normaler Blog-Arbeitstag bei Ihnen aus?

TH: Im Regelfall sitze ich zwischen 04:30 und 05:00 Uhr schon am PC. Ganz nebenbei: Das frühe Aufstehen habe ich mir bei der Recherche zu genau diesem Thema angewöhnt.

Ich habe meine Woche in Themenblöcke unterteilt: An zwei Tagen schreibe ich nur für die Webseite, ein Tag ist für Projekte reserviert, ein Tag für die ganze technische Arbeit, einen Tag nehme ich mir zum schreiben meines Buches und einen Tag für Social Media Arbeit.

Je nachdem was anliegt sitze ich also am Rechner und schreibe, recherchiere, kommuniziere oder befasse mich – wenn möglich- mit einem Thema sogar vor Ort.

Das geht dann bis ca. 13.00 Uhr. Dann kommen meine Frau und unsere Tochter aus dem Kindergarten nach Hause und die Familienzeit, mit allem was dazu gehört, beginnt.

Es ist mir wichtig, dass ich diese Trennung vollziehe, denn nur so kann ich mich voll auf meine Arbeit und auch auf meine Familie konzentrieren.

FB: Sie haben Familie, schreiben gerade ein Buch und führen das Magazin – bleibt Zeit für Hobbys? Und  wie gestaltet sich das Familienleben?

TH: Durch die oben erwähnte Trennung von Beruf und Familie läuft es bei uns ziemlich harmonisch ab.

Natürlich hat meine Frau Verständnis wenn ich mal etwas fertig machen muss, weil die Zeit rennt. Das kommt aber selten vor. Im Regelfall bleibt genug Zeit für sie und unsere Tochter. Das ist mir auch unheimlich wichtig, denn schließlich war einer der Gründe, warum ich mich aus dem Managementbereich zurückgezogen habe, der Wunsch nach mehr Zeit mit der Familie. Und weil ich nie der Typ Mensch war, der Hobbys hatte, vermisse ich die auch nicht.

Wenn überhaupt kann man sagen, dass das Schreiben meines Buches so etwas wie ein Hobby ist. Thema des Buches ist die entspannte Selbstoptimierung bei Menschen ab den Vierzigern, die nicht mehr jedem Hype hinterher hecheln müssen. Und genauso handhabe ich das auch: Entspannt und locker. Es klingt seltsam, aber jetzt ist das Schreiben der Ausgleich zum Schreiben geworden! (Lacht)

FB: Welche Pläne schmieden Sie derzeit in Bezug auf Ihr Magazin? Können Sie schon Ausblicke geben?

TH: Momentan arbeiten wir an einer Printausgabe von EXIMUM. Das wird kein weiteres Herrenmagazin in einem Meer von Herrenmagazinen, sondern geht eher in die Richtung Corporate Publishing, das heißt, wir erstellen ein thematisch hochwertiges Magazin mit Artikeln aus den verschiedensten Bereichen.

Mit enthalten sind auch Artikel, die sich um den einen speziellen Hersteller sowie seine Produkte oder Dienstleistungen drehen, dessen Vertriebswege wir für die Distribution benutzen. Da wird momentan viel Gehirnschmalz eingesetzt!

Zeitgleich setzen wir den ersten von – hoffentlich vielen – Podcasts um, die sich in Interviews um Männerthemen, die wirklich interessieren, drehen werden.

Geplant sind zudem ein Webshop mit bezahlbaren und coolen Artikeln die man(n) so haben muss/möchte und, eventuell ein YouTube-Channel später dieses Jahr, diverse Kooperationen und, und… Ich habe eine ganze Schublade voller Ideen und fast täglich kommen neue dazu. Was sich aber letztendlich davon realistisch umsetzen lässt ist eine andere Frage.

Ich bin aber guter Dinge.

Zum Magazin Eximum geht es hier.