Dienstag, 13. Januar, 2026

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Der Mann, der keine Grenze kannte: Wie aus einem Termin Stalking wurde

Ein beruflicher Termin, eine Beratung, ein geschäftliches Kennenlernen – solche Situationen finden täglich millionenfach statt. Ohne nur den Hauch einer Bedrohung inne zu haben. Und doch können solche Alltagssituationen zum Albtraum werden. Selten zwar, aber es kommt vor. So wie im Fall von Jacqueline, der von Spurlos-Moderatorin Julia Leischik via Podcast erzählt wurde. In dieser wahren Begebenheit lässt sich die junge Gründerin Jacqueline von einem Berater zu einem beruflichen Thema beraten. Ein einziges Mal, ohne Anschlusstermin. Denn die ambitionierte Frau war mit der Beratung nicht zufrieden. Entgegen ihrer Erwartungen „beriet“ der Mann nämlich nur via abgelesener Texte und konnte nicht mit eigenem Expertenwissen punkten. Aber wie das so ist: Man (FRAU) nimmt solche Flops meist kommentarlos hin und zieht daraus die Konsequenzen. Ohne viel Aufhebens. So auch im Fall von Jaqueline, deren Geschichte zwar im Spurlos-Format von Julia Leischik erschien, aber kein klassischer Vermisstenfall ist. Sondern ein Case, der aufzeigt, welche extremen Züge Stalking annehmen kann.

Vom Beratungstermin zum Stalking: Ein einziger Albtraum!

Denn genau das ging aus dem einmaligen Beratungstermin hervor. Der Mann, der im von Leischik erzählten Fall Markus genannt wurde, legte recht harmlos los. Mit einem Ansinnen, dass viele Frauen aus dem Berufsleben kennen. Markus fragte nach einem privaten Treffen und orientierte auf einen beruflichen Anschlusstermin. Jacqueline wollte weder das eine noch das andere. Sie mochte keinen weiteren beruflichen Kontakt und erst recht keinen privaten. Markus ging daraufhin dazu über, Jacqueline via Social Media zu stalken. Und unter verschiedenen neuen Telefonnummern anzurufen. Blieb er anfangs noch vage, was seine Absichten betraf, so kam er irgendwann ohne Umschweife darauf zu sprechen, dass er seine einstige Kundin wiedersehen will. Jacqueline machte deutlich klar, dass sie das nicht möchte und blockierte ihn überall.

Daraufhin kehrte für kurze Zeit Ruhe ein. Danach jedoch zog Markus die Zügel wieder an und verlegte sich auf Aktivitäten, die beängstigende Ausmaße annahmen. Durch die Homepage von Jacqueline (Impressumspflicht) kam er an ihre Adresse und tauchte an ihrem privaten Zuhause auf. So lag er eines Tages zusammengekauert vor ihrer Wohnungstür. Jacqueline erkannte ihn nicht gleich und schmiss instinktiv die Tür zu. Das darauf einsetzende brutale Klopfen verriet ihr, wer vor der Wohnungstür stand: Markus, der Stalker. Sein Stalking ging nun weiter.

Bedrohliche Verfolgung – immer wieder neu

Immer bedrohlicher, immer verstörender. Per Klingeln, Telefon, Einwurf von Sendungen in Jaqcuelines Briefkasten. Diese konnte kaum mehr aus dem Haus gehen, ohne das Gefühl zu haben, verfolgt zu werden. Ein unerträglicher Zustand! Als Markus eines Tages wieder bei ihr daheim auftaucht und sich im Eingangsbereich zu schaffen macht, ruft Jacqueline die Polizei. Als die Beamten eintreffen, ist der Stalker weg. Doch Jacqueline kann bei Gericht juristische Maßnahmen einleiten, um Markus fernzuhalten. Aber die Ruhe währt nur kurz.

Eines Abends, als Jacqueline mit ihrem Freund bei ihr zuhause ist und sie sich im Bad aufhält, schafft es der Stalker, in die Wohnung zu gelangen. Hier kommt es zu einer Prügelei zwischen Jacquelines Freund und dem Stalker. Auf dieses Schockerlebnis folgen endlich umfangreiche juristische Maßnahmen. Letztlich wird Markus wegen Stalkings verurteilt und bekommt eine Strafe auf Bewährung. Diese gilt für einige Jahre, was Jaqueline aufatmen lässt. Ihre Eltern jedoch, die während den schlimmen Stalking-Vorfällen immer für ihre Tochter da waren, fürchten, dass Markus sich nicht an die Auflagen des Gerichts halten wird und irgendwann weitermacht…

Vor Stalking schützen – Möglichkeiten prüfen

Dieses extreme Stalking wirft nicht nur ein Schlaglicht auf gestörte Charaktere, sondern auch auf die Impressumspflicht im Internet. Bekanntlich muss jeder, der im Web Produkte oder Dienstleistungen geschäftlich anbietet, mit voller Adresse und seinem Namen auf der eigenen Website aufgeführt sein. Bei riesigen Konzernen oder mittelgroßen Unternehmen ist das sicher nicht problematisch. Doch anderes sieht es aus bei Frauen, die als Einzelunternehmerin oder Freiberuflerin digital präsent sind. Stalking öffnet das Tür und Tor, wie der oben aufgeführte Fall zeigt. Insofern sollte jede Frau, die sich mit der Veröffentlichung ihrer privaten Daten im Internet nicht wohl fühlt, nach Alternativen suchen. Die gibt es reichlich. Zu finden sind solcher Anbieter meist unter den Stichworten „Impressum-Service“ oder „Blogger-Service“. Wer als Frau hier auf Nummer sicher gehen will, sollte sich diese Möglichkeiten anschauen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht – gerade bei Stalking!

Quelle: spotify / Podcast Julia Leischik – „Spurlos“ vom 7.1.26

 

Bild: pexels.com / lalesh aldarwish
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